In diesem Beitrag geht es um die Bogenrandsignaturen der Ausgabe ‹Berufe und Sehenswürdigkeiten an der Saar›. Genauer um ein Abweichung bei den Bogennummern des 75 Pfennig-Wertes (MiNr. 222).
Die von den Mitarbeitern der Druckerei Franz Burda aus der Druckmaschine ‹Palatia O› entnommenen frischen Druckbogen wurden
- mit einer Schnellpresse Typ ‹Rex› mit Bogennummern und Bogendatum versehen
- mit einer Goebel Flachperforiermaschine Typ ‹Titan› perforiert und dann
- mittels eines Planoschneiders in zwei Schalterbogen (A-Bogen | B-Bogen) getrennt.
Ich verdeutliche diese Vorgänge anhand von Abbildungen eines Druckbogens des 45 Pfennig-Wertes.



Die Bogennummern wurden in der Regel – keine Regel ohne Ausnahme – in absteigender Reihenfolge appliziert.
Das bedeutet: Bei einer Auflage von 10’000 Druckbogen erhielt der erste fertiggestellte Bogen die Nummer 10000, der nächste die Nummer 9999 und der letzte Bogen die Nummer 1.
Die Druckbogen des 75 Pfennig-Werts wurden am 27. und 28. Dezember 1946 gedruckt; die Gesamtauflage von 10’700 Druckbogen am Montag, 30. Dezember 1946 fertiggestellt.
Bei einigen A-Bogen ist das ‹A› der Bogennummer an der Spitze beschädigt.

Diese Abweichung tritt am Freitag, 27. Dezember 1946, kurz nach Druckbeginn auf.
Nachweisen konnte ich die Abweichung bislang auf den Schalterbogen A 7798 (frühester Bogen) bis A 5196 (spätester Bogen).
Ob der Fehler auch auf Bogen mit Bogendatum 28. Dezember 1946 auftritt, ist noch nicht belegt.

Schalterbogen, bei welchen die Abweichung nachweislich nicht auftritt:
A 10000 bis A 8346
A 3854 bis A 110
A 10700 bis A 10001 (Bogendatum 30. Dezember 1946)
Bitte kontaktiert mich, falls euch eine Bogenecke, ein Bogenteil oder sogar ein Schalterbogen mit dieser Abweichung vorliegt.
Interessant sind auch die nachstehende Nummernbereiche:
A 8345 bis A 7799
A 5168 bis A 3855
Ihr helft mit eurer Meldung die Anzahl der von dieser Abweichung betroffenen Schalterbogen genau einzugrenzen. Danke
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Nachtrag vom 04.05.2026
Ich bedanke mich bei Martin Kessler. Dank seiner Aufmerksamkeit und Marktkenntnis konnte der Nummernbereich, in welchem die Spitze des ‹A› beschädigt ist, nachweislich bis mindestens A 4912 und damit auf das Bogendatum 28. Dezember 1946 erweitert werden.
Die Abweichung hat sich gegenüber der Abbildung von A 7184 leicht verändert. Es sieht so aus, als ob auf der Spitze des ‹A› ein ‹Sichelmond› wäre.


Nachtrag vom 05.05.2026
Ich bedanke mich bei Ralf-Martin Müller. Dieser hat mir soeben ergänzende Informationen zukommen lassen.
Ralf-Martin erweitert den Nummernbereich, in welchem die Spitze des ‹A› beschädigt ist, bis mindestens A 4731 (Bogendatum 28. Dezember 1946).
Spätestens ab der Bogennummer A 4493 mit Bogendatum 28. Dezember 1946 tritt die Abweichung Spitze des ‹A› beschädigt gemäss Ralf-Martin nicht mehr auf.
Bei A-Bogen im Bereich A 4731 bis A 4493 sollen sogar vereinzelt Bogen ganz ohne ‹A› hergestellt worden sein. (Beleg hierfür fehlt!)
Ralf-Martin weist darauf hin, dass bereits bei Bogen A 8271 die Abweichung in ihren Anfängen festzustellen ist.

Diese Aussage ist richtig. Der mir bis heute vorliegenden Scan der Bogenecke mit Bogennummer und vier Marken war wenig detailreich. Dank Ralf-Martin liegt mir nun ein detailreicherer Scan vor. Wie viele andere Abweichungen in Teilauflage entwickelt sich auch diese Abweichung langsam, bis sie, da augenfällig geworden, entdeckt und korrigiert wird.
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🇬🇧 In a nutshell: This post is about a variety appearing in the letter ‹A› of sheet-numbers. The sheet-numbers of certain A-sheets of the 75 Pfennig value are showing a broken letter ‹A›.
As of today A-sheets in the range of A 7798 to A 5169 are affected, all sheets bearing the sheet-date ‹27. Dezember 1946›. If further A-sheets are showing this variety ist not known.
Addendum: Thanks to assistance from Martin Kessler and Ralf-Martin Müller I was able to expand this post. As of today A-sheets in the range of A 7798 to A 4731 are effected. So are A-sheets bearing the date ‹28. Dezember 1946›. First signs of the variety can be identified as early as from A 8271.
🇫🇷 En bref: Cet article traite d’une variante apparaissant dans la lettre « A » des numéros de feuille. Les numéros de feuille de certaines feuilles de la série « A » de la valeur de 75 pfennigs présentent une lettre « A » brisée.
À ce jour, les feuilles A comprises entre A 7798 et A 5169 sont concernées, toutes portant la date de tirage « 27 décembre 1946 ». On ignore si d’autres feuilles A présentent cette variante.
Supplément : J’ai pu compléter cet article grâce à l’aide de Martin Kessler et de Ralf-Martin Müller. À ce jour, les feuilles A comprises entre les numéros A 7798 et A 4731 sont concernées. Il en va de même pour les feuilles A portant la date « 28 décembre 1946 ». Premiers signes de cette variante peuvent être repérés dès la feuille A 8271.
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